Wälder und CO2

Wald und CO2

© Gesellschaft für ökologische Forschung

Das Thema „Klimawandel und Wald“ wird bisher vor allem unter dem Aspekt diskutiert, dass der Wald als CO2-Senke eine Art „Retter in der Not“ sein könnte. Da ist es kein Wunder, daß der Wald eine große Rolle im internationalen „Ablassgeschäft“ des Emissionshandels spielt.

Der Wald ist aber in erster Linie Opfer des Klimawandels. Unsere mitteleuropäischen Wälder sind durch die Luftverschmutzung aufgrund des industriellen Schadstoffausstoßes und den dadurch mit verursachten Treibhauseffekt betroffen.

Die Urwälder der Tropen und die borealen Nadelwälder auf der Nordhalbkugel werden durch großflächige Waldvernichtungen täglich dezimiert – eine globale Katastrophe für die Artenvielfalt und das Klima der Erde.

Urwälder sind die Lebensgrundlage unseres Planeten: Sie regulieren das Klima und mildern extreme Klimaverhältnisse wie Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme. Sie reinigen Luft und Wasser und verhindern Bodenerosion.

Vor allem aber speichern Wälder und Waldböden fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs. Bei Holzeinschlag oder Brandrodung wird dieser als klimaschädliches CO2 wieder freigesetzt.
Etwa ein Fünftel aller freigesetzten Treibhausgase entsteht durch die Zerstörung der letzten Urwälder. Urwaldländer wie Indonesien oder Brasilien gehören dadurch zu den weltweit größten CO2-Emittenten.
Um die Erderwärmung zu stoppen, muss die Zerstörung der letzten Urwälder verhindert werden1.

„Die Wälder der Erde stellen in ihrer Gesamtheit die größten Kohlenstoffspeicher der lebenden terrestrischen Biosphäre dar. Der Erhalt und Schutz der vorhandenen Wälder als Kohlenstoffspeicher ist daher das mit Abstand wichtigste und effizienteste Handlungsgebot zum Schutz des globalen Klimas.“2

  1. http://www.greenpeace.de/themen/klima/kampagnen/urwaldschutz_ist_klimaschutz []
  2. BfN: Wald, Naturschutz und Klimawandel, 2006 []